So ganz geht mir das ehrlich gesagt auch nicht ein, dass einerseits alles immer und überall mit Inbrunst & Benefiz zu retten versucht wird, andererseits aber außer Schlagzeilen nicht viel passiert wenn fossile Liquide scheinbar unkontrollierbar am Meeresgrund sprudeln und dabei Flora & Fauna nebst davon abhängigen menschlichen Existenzen massiv bedrohen.
Bono könnte doch schon längst
"Rettet die Wale" (von Gustav, nicht DÄ) neu interpretieren und auch Slash könnte durchaus mal den Hut rumgehen lassen.
Meine Phantasie ist ja wirklich zu vielem fähig aber trotzdem kann ich mir beim besten Willen nicht vorstellen, dass BP alles wieder ins Lot bringt.
Manchmal frage ich mich, in welche Welt ich meine Kinder geworfen habe und wohin uns das alles noch führen wird.
Es belastet mich schon, dass es so gut wie unmöglich ist, wirklich nachhaltig zu leben. Vielleicht hat Uschi ja recht, die meint, unser Freundeskreis sollte all die Häuser einfach verhökern und die Kohle in ein paar Hektar Land nebst massiven Vierkanthof investieren um mit hauseigenem Biostrom und selbstgezogenem Gemüse vollkommen autark zu leben.
Wenn ich den Gedanken so weiterspinne gelange ich aber unvermeidlich zu "The Village - Part II". ::)
Solange ich nicht ganz genau weiß, wie man genießbares Bier im Heimverfahren herstellt, brauchen wir aber auch gar nicht näher über diese Option zu diskutieren.
Naja, nichtsdestotrotz bin ich von gnadenlosen Optimismus beseelt. Die kommenden Wochen versprechen spannend zu werden - der wochenlange Regen ist endlich vorbei und auch meine üppige Erkältung inklusive Rüsselpest de Luxe klingt allmählich ab. Wenn es irgendwie geht, liebes Universum, würde ich den restlichen Juni gerne entspannt und kräfteschonend verbringen. Der Sommer wird anstrengend und aufregend genug - außerdem bin ich keine 20 mehr. (Trotzdem werde ich niemals mit künstlich erhobenen Zeigefinger orthografisch-kriminelle Gutmenschenscheiße über Verhaltensweisen beim Bahnfahren hier reinmalen. Nur fürs Protokoll.)
Die letzten Abenteuer führten mich doch tatsächlich back to the roots und so stapfte ich zum ersten Mal seit weiß-der-Henker-wievielen-Jahren wieder durchs Roxy. Ich weiß noch immer nicht, ob es gut oder schlecht ist, dass sich kaum was verändert hat. Anfang der Neunziger war das jedenfalls immer einer meiner Fixpunkte und wenn man sieht, wie rissig die ledrigen Polsterungen geworden sind, ist man wahrhaft froh, dass diese verdammt teure Creme von Lush auch wirklich wirkt. (Und Masque de Buste vom Wiener Naturkosmetikdings - ich muss das Zeug unbedingt nachbestellen!!)
Umpf, ich will keinen langweilen, es ist schierer Selbstzwang, dass ich hier sämtliche Konzerte und Kinofilme aufliste - aber ich würd für die Statistik halt gern wissen, wieviel von was ich denn so im Kalenderjahr konsumiere und ich merk mir das sonst doch nie...
concerts:
Da ich beim Black Rebell Motorcycle Club krank war (egal, die sind eh auch am Frequency Festival), dürfte das nur #8 Violetta Parisini gewesen sein.
Movies:
#9
Anvile! The Story of Anvile - Sie waren DIE Inspiration für Bands wie Metallica, Bon Jovi, Scorpions, Withesnake, etc. und waren dennoch immer zur falschen Zeit am falschen Ort.
#10 Sex and the City 2 - Nun ja, ich habe ja bis heute keine einzige Folge dieser Serie gesehen und auch der erste Film ging an mir vorüber wie der berühmte Schierlingsbecher. Es war dann schon ein wenig seltsam, wie mich mein Zukünftiger souverän in alle Charaktere und Storylines einarbeitete. Wir waren fünf Uschis und nur ich war sexy in the city da ohne Unterwäsche. Nach dem zweiten von Uschi selbst gemixten Cosmopolitan hatten wir uns aber alle an meinen Mangel an Textilien gewöhnt und es war mal wieder ein legendärer Abend. Jaaaa, ich weiß, ich bin Samantha. ;D
#11 Prince of Persia - Himmel, glutäugige, LANGHAARIGE, junge, muskulöse, schöne Männer... meine Libido applaudierte viel zu begeistert, als dass ich auch nur mehr als einen Hauch von der Handlung mitbekommen hätte. Gaaah!!